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Gruppe 2905

Die Koordinationsgruppe Polizei trauert

Die Themenkoordinationsgruppe Polizei und Menschenrechte trauert um ihren langjährigen Sprecher Falk Menzner.

Seit Anfang der 90er Jahre engagierte sich Falk in der Koordinationsgruppe 2905 gegen rechtswidrige Polizeigewalt.
Mit seiner Kompetenz und Energie war Falk jahrelang der Motor dieser, seiner, Gruppe.
Die Fußstapfen, die er hinterlässt, sind riesengroß.
Falk verstarb am 27. November 2009 in seinem Heimatort.

Farewell, Falk!


Die Themenkoordinationsgruppe 2905 Polizei und Menschenrechte

Die Koordinationsgruppe Polizei ist eine Expertengruppe innerhalb der deutschen Sektion von amnesty international. Ihr Fachwissen zu Polizeithemen und ihre Kontakte in die Polizei oder zu Polizeiverantwortlichen, zu Wissenschaftlern, Medien oder Politikern und Regierungsmitgliedern helfen amnesty international für Polizeireformen in Deutschland werben oder internationale Kampagnen gegen Polizeigewalt zu unterstützen.

Unsere Gruppe hat einen kleinen Kreis eingetragener amnesty Mitglieder und ein größeres Umfeld an Unterstützern. Wir alle sind ehrenamtlich und damit unentgeltlich tätig. Uns eint das Engagement gegen Polizeigewalt.

Ursprünglich 1992 als Berufsgruppe Polizei gegründet, sind natürlich Polizisten Mitglieder unserer Gruppe. Mitglieder unserer Gruppe sind aber auch Juristen, Wissenschaftler ( z. B. Kriminologen ), Studenten, Journalisten und andere Berufsgruppen.

In einem persönlichen Gespräch geben wir auf weitere Fragen gerne Auskunft zur Koordinationsgruppe-Polizei oder nutzen Sie für eine erste Kontaktaufnahme unser Mailformular.

Amnesty International und Polizei? Ein Widerspruch?

Menschenrechte sind die angeborenen, unveränderlichen Rechte und Freiheiten jedes Menschen gegenüber staatlichen Eingriffen. Diese Rechte stehen nicht zur Disposition staatlichen Handelns.

Staatliches Handeln erfolgt durch die Exekutive des Staates. Die Polizei ist Teil einer jeden staatlichen Exekutive. Sie ist im Rahmen von Recht und Gesetz befugt, in die Rechte der Bürger einzugreifen, allerdings nicht schrankenlos.

amnesty international dokumentierte im vergangenen Jahr in mehr als 80 Staaten Folterungen und Misshandlungen durch staatliches Handeln, auch durch polizeiliches Handeln. In der Bundesrepublik Deutschland haben Menschen ebenfalls polizeiliche Übergriffe erdulden müssen.

Die Koordinationsgruppe Polizei will einen Beitrag leisten, damit Rechtsverletzungen durch polizeiliches Handeln zukünftig nicht mehr geschehen, weder in Deutschland noch in anderen Ländern.

Die Koordinationsgruppe Polizei besteht aus Mitgliedern von amnesty international, die sich zum Ziel gesetzt haben, polizeiliches Handeln zu beobachten, polizeiliche Übergriffe zu dokumentieren, Aufklärung und notfalls strafrechtliche Verfolgung der Täter zu verlangen. Zudem setzen wir uns für Polizeireformen ein, die künftig Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei verhindern. Dazu gehören die statistische Erfassung von polizeilichen Übergriffen, die Einrichtung unabhängiger Polizeikommissionen und eine menschenrechtsorientierte Polizeiausbildung und Polizeiführung.